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You Are Here: Home » Tourism » Wird der Verkehr durch den Terror beeinflusst?

Das lateinische Wort „terror“ heißt zu Deutsch „Schrecken“. Der Begriff Terror ist in der heutigen Zeit, an und für sich schon seit mehreren Jahrzehnten weltweit bekannt. Terror verbreitet buchstäblich Angst und Schrecken durch eine außergewöhnliche Gewaltausübung. Schäden werden nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern willkürlich und in voller Absicht angerichtet. Bei Terroranschlägen werden Menschen vorsätzlich und absichtlich getötet, verletzt und Sachschäden verursacht. Die Zahl der Terroranschläge häuft sich zunehmend, wobei Länder in Afrika, in Asien und zunehmend auch in Europa in den Fokus rücken.

Terroranschlag mit Folgen.

Terroranschlag mit Folgen.

Das Schlimme und Gefährliche am Terror ist die Situation, dass der Feind, also die Terroristen weder sichtbar noch erkennbar sind. Erst im Anschluss an die Tat kann mit der Aufarbeitung und der Recherche nach den Tätern begonnen werden. Erfolge wie das Verhindern von Terroranschlägen werden meistens aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt und sind kaum messbar. So verfestigt sich der Eindruck in der Bevölkerung, und zwar auch hier in Luxemburg, mehr oder weniger Glück zu haben, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg kein folgenschwerer Terroranschlag verübt worden ist.

Was macht Terror im und mit dem Alltag der Luxemburger

Das Großherzogtum Luxemburg ist ein knapp 2.600 Quadratkilometer großes Land, vergleichbar mit dem deutschen Bundesland Saarland als einem der unmittelbaren Nachbarn. Die drei Distrikte Luxemburg, Diekirch und Grevenmacher sind in ein Dutzend Kantone sowie in 100 Städte und Gemeinden aufgeteilt. Luxemburg ist eines von mehreren europäischen Binnenländern, also ohne natürliche Grenzen wie Meere, Berge oder Flüsse. In der Stadt Luxemburg als der Landeshauptstadt lebt mit 112.000 Einwohnern etwa ein Fünftel der gesamten Bevölkerung. Der einzige internationale Flughafen von Luxemburg liegt 10 Kilometer außerhalb des Hauptstadtzentrums, in dem sich der Verwaltungssitz der Europäischen Union befindet. Vor diesem Hintergrund stellt sich den Luxemburgern die Frage,
• ob
• auf welche Weise
• in welchem Umfange
der Terror in und auch außerhalb von Luxemburg den Verkehr im Lande temporär oder auch dauerhaft beeinflusst. Damit sind der Flug-, der Schiffs-, der Schienen- sowie der Straßenverkehr angesprochen.

Ganz allgemein gilt die Feststellung, dass jede Abweichung von der üblichen Ordnung mit einem teilweise erheblichen Zeit- und Organisationsaufwand verbunden ist. Das beginnt bei einem Verkehrsunfall zur Rushhour und setzt sich über vielfältige Ereignisse fort, bis hin zum Worst Case eines Terroranschlages oder Attentates. In dieser Situation muss parallel an der Schadensbeseitigung einerseits und an der Fahndung nach den Tätern andererseits, wie es genannt wird, fieberhaft gearbeitet werden. Das ist ohne erhebliche Störungen des Allgemeinverkehrs gar nicht möglich. Der Individualverkehr muss zurückstehen und sich den notwendigen Maßnahmen von Polizei und Behörden unterordnen. Verkehrsmittel wie Flugzeuge, Bahnen oder Schiffe werden gestoppt, und alle Fahrzeuge auf den Straßen werden einzeln kontrolliert. Ringfahndung, Schleierfahndung sowie weitere Fahndungsmaßnahmen sind notwendig, während gleichzeitig Tote und Verletzte auf die Luxemburger Krankenhäuser verteilt und dort notbehandelt werden müssen. „In solchen Stunden herrscht das reine Chaos im Verkehr“.

Wie geht es anschließend weiter

Jede akute Situation ist nach wenigen Stunden oder spätestens Tagen vorüber. Dann wird analysiert, resümiert und überlegt, was in der nahen Zukunft geändert werden kann, soll oder zwingend muss. An dieser Stelle beginnen die Diskussionen mit ihren eigentlichen Auswirkungen auf den Verkehr, von denen die Bürger im Alltag betroffen sind. Die haben auch ihre eigenen Vorstellungen und reagieren ganz individuell. Die einen ängstlich, die anderen vorsichtig bis hin zu unbeeindruckt. Alle Beteiligten und mittelbar Betroffenen, in dem Sinne das ganze Land Luxemburg sind sich darin einig, dass mit dem Terror versucht wird, das gesellschaftliche Leben zu beeinträchtigen, man könnte auch sagen zum Erliegen zu bringen bis hin zu zerstören.

Vor dieser Gesamtsituation muss konstatiert werden, dass der Verkehr sporadisch und im dem Sinne dennoch dauerhaft beeinträchtigt wird; mal mehr, mal weniger. Maßnahmen wie verstärkte Polizei- oder auch Grenzkontrollen schleifen sich in den Alltag ein. Sie werden publiziert, die Autofahrer wissen davon und richten sich zwangsläufig darauf ein. Bei Reisen in die Nachbarländer muss eben mit längeren Wartezeiten gerechnet werden, und die Check-in-Time am Flughafen dauert jetzt drei anstelle bisher zwei Stunden. Der Bürger kommt nicht umhin, sich an solche neuen Vorgaben zu gewöhnen.

Der Verkehr auf der Straße, auf der Schiene und in der Luft wird schon zurzeit indirekt durch den Terror beeinflusst. Das geschieht zum einen durch „Vorgaben von oben“, und zum anderen durch das individuell geänderte Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Das ist ganz typbedingt. Wer Angst vor einem Terroranschlag im Flugzeug hat, der verzichtet im privaten Bereich auf das Fliegen. Urlaubsflüge werden durch Reisen ersetzt. Und Busreisende, die ein Terrorattentat innerhalb der Gruppe befürchten, verzichten auf den Fernreisebus; sie nehmen ihr eigenes Auto oder mieten sich ein Fahrzeug. Vieles gerät im wahrsten Sinne des Wortes durcheinander. Dadurch entsteht mehr Bewegung und Aktionismus. Da sich die Verkehrswege als solche nicht verändern, bilden sich Autoschlangen an Landesgrenzen sowie bei Verkehrskontrollen. Das betrifft den öffentlichen Nahverkehr mit Bahn und Bus ebenso wie anlassbezogene Busreisen ins Ausland. Rechnerisch gesehen geht dadurch dem einzelnen Bürger vermehrt freie Zeit und Freizeit verloren. Er muss immer mehr Zeit in dem jeweiligen Verkehrsmittel verbringen, um sein Ziel zu erreichen. Er steht früher auf und kommt später zurück, was seine Ruhe-, Erholungs- sowie die Freizeit verkürzt. Der Beruf geht vor, und auch die Wege von Berufspendlern werden zeitaufwändiger.

Terror kostet Zeit und Lebensqualität im Alltag

Als Resümee bleibt langfristig bis hin zu dauerhaft festzustellen, dass der heutige Terror nicht nur den Verkehr, sondern auch den Alltag in unserem Lande verändert. Das fällt besonders denjenigen Bürgern auf, die nicht nur beruflich, sondern auch privat mit ihrer Zeit rechnen. Der täglich 24h bleiben unverändert, und eine Mindestzahl an Schlaf-/Ruhezeit ist ebenfalls notwendig. Die danach verbleibende Stundenzahl wird durch Maßnahmen von außen und durch eigenes Verhalten „angeknabbert“ bis hin zu spürbar reduziert. Das wird dann als gegeben, sozusagen als unabänderlich hingenommen, wobei die eigentliche Ursache dafür der weltweite Terror ist; wenn auch bisher noch ohne größere Anschläge und Attentate im eigenen Land.

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