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You Are Here: Home » European Union, News » Währungskommissar Olli Rehn legt Wachstumszahlen für EU vor

Die Europäische Union befindet sich in einer “milden Rezession”

Der Währungskommissar Olli Rehn der Europäischen Union hat einen Bericht über die Wachstumszahlen der Europäischen Union vorgelegt. Der Fokus liegt vor allem auf den sogenannten Problemländern Spanien, Portugal, Italien, Irland und Griechenland. Insgesamt geht die Europäische Union von einer “milden Rezession” aus. Für Luxembourg scheinen die Voraussagen eher positiv zu sein.

Die Kommission der Europäischen Union sieht für die kommenden Jahre ein weitgehendes Nullwachstum voraus. Nach einer Einschätzung des Währungskommissars Olli Rehn befindet sich die gesamte Zone der Europäischen Union in einer “milden Rezession”. Für das Land Luxembourg sieht Brüssel in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent voraus. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaft dann noch einmal um 2,1 Prozent wachsen. Spanien, das als Problemfall in der Europäischen Union gilt, wird wohl in den kommenden Jahren eine schrumpfende Wirtschaftskraft haben. Während die Wirtschaft im letzten Jahr noch leicht gestiegen ist, wird sich dies 2012 und 2013 nach den Erwartungen der Europäischen Union ändern. In diesem Jahr soll die wirtschaftliche Kraft in Spanien um 1,8 Prozent schrumpfen. Diese Schrumpfung soll dann 2013 wieder auf 0,3 Prozent zurückgehen.
Aber nicht nur Spanien, sondern auch andere Nationen haben deutliche Probleme. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union Frankreich wird aller Wahrscheinlichkeit nach 2013 ein Haushaltsdefizit von 4,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts haben. Die Niederlande kommt in dem gleichen Zeitraum auf ein Defizit von 4,6 Prozent. Eigentlich erlaubt die Europäische Union nur drei Prozent.

Der Währungskommissar sagt für Luxembourg eine Inflationsrate von drei Prozent für das laufende Jahr voraus. 2013 soll dieser Wert dann leicht auf zwei Prozent zurückgehen. Die Hochrechnungen für Griechenland sehen indessen voraus, dass die Schrumpfung der Wirtschaft bald ihren Tiefpunkt erreicht haben wird. Während 2011 die Wirtschaftsschrumpfungsrate bei 6,9 Prozent lag, wird sich dies im jetzigen Jahr auf 4,7 Prozent reduzieren. Für das Jahr 2013 wird Griechenland dann erstmals seit Jahren wieder ein Nullwachstum vorausgesagt. In Portugal wird sich die Lage zunächst leicht verschärfen und sich im Anschluss dann erholen. Im letzten Jahr schrumpfte die Wirtschaft um 1,6 Prozent. In diesem Jahr wird sich dieser Wert auf 3,3 Prozent erhöhen. 2013 könnte dann die Wirtschaft wieder leicht um 0,3 Prozent steigen.  Irland, das ebenfalls Geld aus dem Rettungsschirm benötigt hat, könnte sich bereits in den nächsten zwei Jahren einigermaßen aus der wirtschaftlichen Misere befreien. In diesem Jahr rechnet man in Brüssel mit einem Wachstum von knapp zwei Prozent in Dublin.

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