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“Littering” wird zum Problem

“Littering” ist ein Phänomen, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Immer mehr Menschen schämen sich nicht, ihren Müll einfach an die Straßen Luxembourgs zu werfen. Die Ränder von Autobahnen und Landstraßen sind immer häufiger vermüllt. Dies schädigt nicht nur die Umwelt, sondern ist auch aus ästhetischen Gründen zu unterbinden. Gerade im Sommer beginnt der Müll schnell durch die verstärkte Sonneneinstrahlung unangenehm zu riechen und die vorbeifahrenden Autofahrer zu belästigen. Über die eingeschaltete Lüftung kann der Gestank in das Fahrzeuginnere gelangen.

Dass das “Littering” ein Problem ist und sich nicht als Resultat übertriebener Reaktion darstellt, zeigen die Statistiken, die jährlich aufgestellt werden. Im Jahr 2008 sammelten die Arbeiter der Straßenbauverwaltung 309 Kilogramm Müll pro Kilometer täglich entlang der Luxembourger Autobahnen ein. Weitere 89 Kilogramm kamen Tag für Tag an den Landstraßen Luxembourgs zusammen. Alles in allem bedeutet dies, dass über 27 Tonnen Müll Jahr für Jahr an den Straßen entsorgt werden, die immer wieder mühselig eingesammelt werden müssen. Die Arbeit kostet nicht nur Geld, sondern auch einige Nerven. Immerhin kostet die Straßensäuberung jährlich über zwei Millionen Euro. Plastik- und Glasflaschen machen den größten Teil der Müllmengen aus. Aber auch Dosen und Fast Food-Verpackungen werden immer häufiger unter den Müllbergen ausgemacht.

 

Schank möchte dagegen vorgehen

Schank, seines Zeichens Nachhaltigkeitsminister, möchte einen neuen Gesetzesentwurf auf die Beine stellen. Dieser sieht vor, dass Menschen, die sich des “Litterings” schuldig machen, hohe Geldbußen in Zukunft zahlen müssen. Als Vorbild verwies der Minister auf Belgien, wo dieses Prinzip seit einiger Zeit durchgesetzt wird. Dort überlegt man sogar, eine eigene Polizeigruppierung zu gründen, die sich nur mit den sogenannten “Litteren” befassen soll. Die Geldstrafen sollen dazu führen, dass die Menschen in Zukunft den Weg zum Mülleimer wieder schätzen lernen. Schließlich wurde festgestellt, dass sehr viel Müll in einem Umkreis von nur fünf Metern zum nächsten Mülleimer entsorgt werden. In Zukunft werden das sehr teure Meter werden, zumindest wenn es nach Schank geht.

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