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You Are Here: Home » Finance, News » Jean-Claude Juncker wehrt sich gegen die Einschätzung von Standard and Poor´s

Jean-Claude Juncker kritisiert Ratingagentur

Die Ratingagentur Standard and Poor´s hat im Prinzip allen Staaten der Eurozone eine Herabstufung ihrer Bonität angedroht, denn das US Unternehmen befürchtet eine Rezession der Wirtschaft in diesen Ländern durch die anhaltende Eurokrise. Auch Länder wie Deutschland und Luxembourg, die bis jetzt unantastbar schienen, sind allem Anschein nach betroffen. Standard and Poor´s führte an, dass man wenig Vertrauen in die europäische Politik habe. Anscheinend seien die Politiker Europas nicht in der Lage, die Eurokrise in den Griff zu bekommen. Die Ratingagentur sieht keinen Fortschritt in der Bekämpfung der Krise. Stattdessen würde man maßlos Geld in fallende Staaten pumpen, ohne dass dies zu einem nennenswerten Erfolg führen würde. Hinzu kommt, dass die europäische Zentralbank die Inflation des Geldes vorantreibt, weil sie wertlose Staatsanleihen in zu großen Mengen aufkauft. Standard and Poor´s ist der Meinung, dass Länder wie Spanien und Italien längst in einer wirtschaftlichen Rezession sind und dort auch nicht ohne Weiteres hinauskommen können. Künftig wird Standard and Poor´s die Euroländer stärker überprüfen und den negativen Trend weiterhin akribisch genau beobachten. Dies könnte zur Folge haben, dass innerhalb der nächsten drei Monate alle Länder der Eurozone hinabgestuft werden.
Jean-Claude Juncker, Chef der Eurogruppe, hat sich nun energisch gegen die Einschätzung von Standard and Poor´s gerichtet. Er stellte klar, dass alle Euroländer gemeinsam an einer dezidierten Lösung für die Eurokrise arbeiten würden und dass es erkennbare Ansätze gäbe, die Grund zur Hoffnung darstellten. Am Freitag wird es eine Tagung in Brüssel geben, in dessen Verlauf natürlich auch über die Eurokrise geredet werden soll. Bei dem Gipfel-Treffen der europäischen Union am kommenden Freitag soll unter anderem darüber abgestimmt werden, ob man in naher Zukunft die Verträge der Europäischen Union in derart verändert, dass ein besseres Krisenmanagement möglich ist. Sollte dieser Beschluss gefasst werden, könnte es bereits im März des kommenden Jahres zu Vertragsänderungen kommen. Allerdings ist im Moment noch fraglich, ob wirklich alle 27 Länder bei Vertragsänderungen zustimmen werden. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte eine zweite Alternative eintreten. Jean-Claude Juncker stellte klar, dass es auch so sein könnte, dass die Vertragsänderungen ihre Wirksamkeit erst einmal nur unter den 17 Euroländern entfalten, denn gerade diese sind betroffen.
Alles in allem merkt man Jean-Claude Juncker an, dass er gewillt ist, medial einen stabilen Euro darzustellen. Vieles hängt nun davon ab, wie sich die Mitgliedsländer der Europäischen Union am Freitag verhalten. Der Druck, der ohnehin schon auf dem Gipfel-Treffen lastete ist mit der Androhung Standard and Poor´s nicht gerade geringer wurde.

 

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