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You Are Here: Home » German, News » Interregionale Parlamentarier fordern die Abschaltung des Atomkraftwerks Cattenom

Cattenom soll abgeschaltet werden

Das Atomkraftwerk Cattenom soll in den kommenden Monaten abgeschaltet werden. Dies fordern interregionale Parlamentarier, die in dem Atomkraftwerk ein Sicherheitsrisiko für die gesamte Großregion sehen. Auch Abgeordnete aus Luxemburg sind Teil des neugegründeten interregionalen Parlamentarierrats.

Seit Jahren ist das Atomkraftwerk Cattenom immer wieder mit Störfällen bzw. Zwischenfällen in den Schlagzeilen der regionalen Presse. Die Techniker scheinen die diversen Probleme in dem Atomkraftwerk niemals richtig in den Griff zu bekommen. Nur selten laufen die verschiedenen Reaktoren ohne Probleme. Die Zwischenfälle, die auftreten, zeigen sich immer wieder in den unterschiedlichen technischen Komponenten der verschiedenen Reaktoren.
Diese Störfälle haben dazu geführt, dass die Bürger, die in unmittelbarer oder mittelbarer Nähe zum Atomkraftwerk Cattenom wohnen, das Vertrauen in die Sicherheitslage verloren haben. Die Forderungen nach der Abschaltung von Cattenom werden immer lauter. Hinzu kommt, dass auch der Stresstest, der nach dem Unfall in Fukushima durchgeführt worden ist, eher schlecht ausgefallen ist. Die Experten hatten damals vor allem das Krisenmanagement in Cattenom kritisiert. Die Kommunikationswege seien nicht ausgereift und es könnte zu Problemen kommen.

Interregionaler Parlamentarierrat soll das Problem nun lösen

Nachdem der Druck aus der Bevölkerung auf die Betreiber des Atomkraftwerks Cattenom langsam steigt, hat man nun auch in der Politik reagiert. Die Parlamentarier aus der Großregion haben sich zum interregionalen Parlamentarierrat zusammengeschlossen. Abgeordnete aus Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarbrücken, Lothringen und Wallonien haben sich in diesem Gremium zusammengefunden. Ihr großes Ziel ist die Einführung eines Sondergipfels, auf dem dann die Abschaltung des Atomkraftwerks Cattenom beschlossen werden soll. Zunächst hat sich der interregionale Parlamentarierrat in Perl getroffen, um dort über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Zu diesem Treffen wurde auch der Direktor des Atomkraftwerks Cattenom und weitere Vertreter der französischen Atomaufsichtsbehörde eingeladen, die jedoch nicht erschienen. Anscheinend ist die Kooperationsbereitschaft gering.
Ob das Engagement der Parlamentarier letztendlich mit der Festlegung eines solchen Sondergipfels belohnt werden wird, bleibt abzuwarten. Es bleibt zu hoffen, dass die französische Regierung endlich die Initiative ergreift und sich konstruktiv in die Diskussion mit einschaltet.

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