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You Are Here: Home » German, News » Mann aus Luxemburg drohen 25 Jahre Haft

Vielen werden die verheerenden Waldbrände aus dem August des vergangenen Jahres noch gut in Erinnerung sein. Damals stellten die Behörden bereits nach kurzer Zeit fest, dass sich der Verdacht der Brandstiftung bewahrheitete. Nun scheinen die Ermittler einige Monate später eine neue Spur zum mutmaßlichen Täter gefunden zu haben. Zumindest hat man nun zum Vorfall in der Serra do Caramulo nahe Viseu Anklage gegen einen Portugiesen erhoben, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Luxemburg lebt. Dies zumindest war erst kürzlich den portugiesischen Medien zu entnehmen.

Die erhobenen Vorwürfe seitens der Staatsanwaltschaft

    In jedem Falle wird der Täter sich eine enormen Strafe einfangen. (Bildquelle: BigStock by clawan, Stock Foto 5011859)

In jedem Falle wird der Täter sich eine enormen Strafe einfangen. (Bildquelle: BigStock by clawan, Stock Foto 5011859)

Unter anderem wird dem Beschuldigten vorgeworfen, Totschlag und Brandstiftung begangen zu haben. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Verdächtigte Portugiese mit aktuellem Wohnsitz in Luxemburg gemeinsam mit einem zweiten Verdächtigen die Mehrzahl an Bränden gelegt haben. Selbigen fielen vier Feuerwehrmänner bei Rettungseinsätzen zum Opfer und verstarben. Beim besagten Mittäter handelt es sich nach jetzigem Kenntnisstand um einen Bekannten des in Luxemburg angeklagten Portugiesen. Bereits im zurückliegenden Sommer hatte dieser jedoch die Tat gegenüber den verantwortlichen Ermittlern eingeräumt und sich diesbezüglich für schuldig bekannt. Wie er in den Verhören verlauten ließ, hätte sich der Bekannte aus Luxemburg für das Legen der Feuer entschieden, weil er sich am Staat für einen wenige Tage zuvor von der portugiesischen Gendarmerie erhaltenen Strafzettel rächen wollte.

Die Flucht vor der Justiz

Der erst jetzt ausfindig gemachte Mann aus Luxemburg schien die Tragweite seiner Aktion überschaut zu haben und ist unmittelbar danach zurück ins Großherzogtum gereist. Er hatte damals nicht einmal den Anstand, selbst ein Kommentar zum Sachverhalt abzugeben. Vielmehr schickte der zum damaligen Zeitpunkt 28-jährige seinen Vater vor, um zu verkünden, dass er absolut unschuldig sei und es sich um eine Verwechslung handele. Kurz darauf entschied er sich dann allerdings doch, sich den portugiesischen Behörden zu stellen und wurde unmittelbar danach in Untersuchungshaft untergebracht. Aufgrund der besonderen Schwere der Tat und deren Ausmaße drohen den beiden Portugiesen bis zu 25 Jahren Haft. Nach aktuellen Aussagen der Justiz sollen die beiden bis auf Weiteres in Untersuchungshaft bleiben.

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