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Luxemburger Zentralbank: Niedrige Wachstumsrate für 2013!

Die Luxemburger Zentralbank (BCL) hat in dieser Woche die Wachstumsprognose für das kommende Jahr 2013 in Luxemburg deutlich nach unten korrigiert. Die Bank ließ wissen, dass die Sparmaßnahmen in Luxemburg nicht ausreichen werden. Die Luxemburger Zentralbank forderte demnach die Regierung auf, ihre Sparmaßnahmen weiter zu intensivieren.

Die Luxemburger Zentralbank hat an diesem Freitag in einem Bericht Stellung zum Haushaltsentwurf 2013 der Regierung in Luxemburg genommen. Die Bank teilt in ihrem Bericht mit, dass die Sparmaßnahmen für das kommende Jahr in Luxemburg nicht ausreichen werden. Aus diesem Grund habe man bereits zu diesem Zeitpunkt die Wachstumsprognosen für das Jahr 2013 deutlich nach unten korrigiert. Gleizeitig forderte die Luxemburger Zentralbank die Regierung im Großherzogtum auf, weiter die Sparmaßnahmen zu intensivieren. Die Zentralbank verwieß bei dieser Forderung auf das Defizit des Luxemburger Staates, das im kommenden Jahr 1,04 Milliarden Euro erreichen wird. Dies entspricht in etwas 2,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). In den Bericht wird besonders auf die finanzielle Lage der Sozialversicherungen hingewiesen, deren Überschuss auf 1,4 Prozent des BIP abnehmen soll, gegenüber 1,7 Prozent in diesem Jahr und 2,9 Prozent im Jahr 2008.

BCL sieht Renten in Gefahr

Die Luxemburger Zentralbank sieht vor allem die Renten in Luxemburg in Gefahr. In dem Bericht, den die Bank am Freitag in Luxemburg veröffentlicht hat, heißt es unter anderem: «Die öffentlichen Finanzen sind längerfristig sehr gefährdet, vor allem aufgrund des vorhersehbaren Anstiegs der Rentenausgaben. Die von der Regierung vorgestellte Reform, die ab Januar 2013 in Kraft treten dürfte, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es sollten jedoch weitere Anpassungen zeitnah folgen.»

Im Moment prüft die Zentralbank in Luxemburg die Wachstumsprognosen der Regierung für das kommende Jahr 2013. Eigentlich rechnet die Luxemburger Regierung mit einem Wachstum von 1,7 Prozent im nächsten Jahr. Die Zentralbank hält diesen Wert offensichtlich für übertrieben. Die BCL geht eher von einer Wachstumsrate von einem Prozent für das nächste Jahr aus. «Derartige Wachstumsraten sind auf jeden Fall sehr viel niedriger als das durchschnittliche Wachstum, das seit 1980 beobachtet wurde, also 4 Prozent pro Jahr». Die Luxemburger Zentralbank hält sogar die eigenen Schätzungen für zu hoch, wenn sich die Weltkonjunktur weiterhin in dem derzeitigen Maße abbaut.

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