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Luxemburg verfügt über zu wenige Sozialwohnungen

Die Wohnpreise in Luxemburg sind in den letzten Jahren explodiert. Selbst berufstätige Menschen finden in der Hauptstadt des Großherzogtums immer schwerer eine geeignete Wohnung. Noch schwerer haben es sozial benachteiligte Luxemburger. Luxemburg verfügt über deutlich zu wenige Sozialwohnungen. Aus diesem Grund haben viele keine Möglichkeit, eine Wohnung zu finden.

Das Thema “Wohnen” ist eines der schwerwiegensten in Luxemburg. Der Wohnraum wird seit ein paar Jahren kontinuierlich teurer. Aus diesem Grund haben immer mehr Menschen Probleme, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum in Luxemburg zu finden. Gerade sozial Benachteiligte leiden oftmals sehr stark unter dem großen Wohnungsdruck in Luxemburg. Die Stadt verfügt über zu wenige Sozialwohnungen, die sie an sozial Schwächere vergeben kann. 4 000 Wohnungen – das sind zwei Prozent des Immobilienbestandes – sind in Luxemburg für sozial Benachteiligte reserviert. Zum Vergleich: In Belgien sind es sieben, in Frankreich 17 Prozent. Die Nachfrage in Luxemburg soll laut der Caritas und der Immobilienkammer deutlich höher liegen. Während die Caritas von einem Bedarf von 26.000 Sozialwohnungen in Luxemburg ausgeht, schraubt die Immobilienkammer diesen Wert deutlich auf 15.000 Wohnungen herunter. Allerdings würde dies immer noch bedeuten, dass man in Luxemburg die Zahl der Sozialwohnungen in Zukunft vervierfachen müsste. «Um das Loch zu stopfen, ist eine Änderung des Gesetzes vom 25. Februar 1979 über die Wohnhilfe vorgesehen. Ziel ist es, private Investoren dazu zu motivieren, Sozialwohnungen zu bauen. Die Schaffung einer nationalen Gesellschaft für städtische Entwicklung (SNDU) wird es außerdem ermöglichen, die Kommunen zu unterstützen», erklärt Dirk Petry vom Wohnungsbauministerium.

Fonds und Gemeinde stellen die meisten Sozialwohnungen

Im Moment werden die meisten Sozialwohnungen durch den Fonds für Wohnungswesen und die Gemeinde gestellt. Während der Fonds 55 Prozent der Sozialwohnungen stellt, kommt die Gemeinde noch einmal auf 30 Prozent. Es gibt in Luxemburg keine festen Kriterien, die an jemanden gestellt werden, der in eine Sozialwohnung einziehen möchte. Vielmehr entscheiden die zuständigen Behörden und Ämter gemeinsam von Einzelfall zu Einzelfall.

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