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Luxemburg: Finanzplatz verliert 2012 über 120 Kreditinstitute

Luxemburg zählt zu den Finanzzentren in Europa. Allerdings kehren immer mehr Kreditinstitute dem Großherzogtum den Rücken. Aus einer neuen Studie der Europäischen Zentralbank geht hervor, dass im vergangenen Jahr 124 Kreditinstitute das Land Luxemburg verlassen haben. Kein anderes Land in Europa muss mit einer ähnlichen Schwundquote umgehen.

Scharf formuliert könnte man in Luxemburg derzeit die Frage stellen, ob die Ratten das sinkende Schiff verlassen, denn im vergangenen Jahr haben 124 Kreditinstitute dem Großherzogtum Luxemburg den Rücken gekehrt. Dabei gehört Luxemburg zu den größten Finanzzentren in Europa. Allerdings hat kein anderes Land eine solch hohe Schwundquote in Bezug auf abwandernde Kreditinstitute zu vermelden. Während im Jahr 2011 noch 554 Kreditinstitute in Luxemburg vorhanden waren, ist diese Zahl 2012 um 124 auf 430 gesunken. Dies entspricht ungefähr einem Verlust von 22,4 Prozent in nur einem Jahr. Diese Zahlen lassen sich im Übrigen auf eine Studie der Europäischen Zentralbank zurückführen, die diese am Montag in dieser Woche veröffentlicht hat. Damit liegt Luxemburg auch deutlich über dem Schnitt der anderen EU-Länder. Insgesamt sank die Zahl der Kreditinstitute in der Europäischen Union um 511 Einheiten auf 9‘076, was einem Minus von 5,3 Prozent entspricht. Auch andere Länder wie Frankreich und Italien haben einen großen Teil an Kreditinstituten verloren. Selbst das wirtschaftlich stärkste Land Europas, die Bundesrepublik Deutschland, hat zwei Prozent ihrer Kreditinstitute verloren.

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