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Biografie von Johann Wolfgang Goethe

Rue Goethe

Seine Jugend

Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August im Jahre 1749 in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater war Johann Caspar Goehte, der als kaiserlicher Rat tätig war. Über seine Mutter Catharina Elisabeth gibt es nicht viel zu berichten. Johann Wolfgang Goethe musst in seiner Jungend miterleben wie vier seiner fünf Geschwister starben. Einzig seine Schwester Cornelia überlebte ihre Jugend und die beiden Geschwister bauten über die Jahre ein tiefes Verhältnis zueinander auf.

Ab dem jahre 1752 besuchte Goethe eine Frankfurter Spielschule, der er für drei jahre angehörte. Nachdem sein Elternhaus umgebaut worden war, konnte der junge Johann Privatunterricht erhalten. In seiner Kindheit erlebte der spätere Dichter viele weltpolitische Großereignisse mit. So war er Zeitzeuge vom Siebenjährigen Krieg, der von 1756 bis 1763 andauerte. Im Jahre 1759 kam es sogar so weit, dass Frankfurt am Main von den Franzosen besetzt wurde. Zu dieser Zeit wurde der ranghöchste Offizier bei den Goethes untergebracht. Daher sammelte Johann Wolfgang Goethe auch seine Erfahrungen mit den intelligenten Offizieren, die er später benutzen konnte, um seinen Offiziersfiguren das richtige Leben einzuhauchen. 1764 erlebte er mit, wie Joseph der Zweite zum Kaiser gekrönt wurde.

Das Jurastudium

Ein Jahr später wurde er von seinem Vater nach Leipzig geschickt, um dort ein Jurastudium anzufangen. Nebenbei besuchte er philosophische und literaturgeschichtliche Vorlesungen, da ihm das Jurastudium alleine zu langweilig und engstirnig erschien. Neben all diesen Tätigkeiten nahm er auch noch Zeichenunterricht.

1768 musste Johann Wolfgang Goethe sein Studium aufgrund gesundheitlicher Probleme abbrechen, denn er litt an Blutsturz und Lungenaffektion. Seine Genesung zog sich dank mehrerer Rückfälle über zwei Jahre hinaus und er war erst 1770 wieder in der Lage, sein Studium erneut aufzunehmen.  Goethe studierte ein weiteres jahr Rechtwissenschaften in Straßburg und schloss seinen Studiengang mit „Licentiatus Juris“ ab. Dieser Titel ist fast so hochwertig wie ein Doktor. Dennoch bekam Goethe seinen Doktortitel nicht anerkannt, weil er in seiner Arbeit anscheinend ketzerische Äußerungen gemacht hatte.

Goethe als Mitbegründer des Sturm und Drang

Noch im Jahre 1770 schrieb Goethe die Sesenheimer Lieder, die Ausdruck seiner eigenen Gefühlswelt waren. In Sesenheim hatte er sich in Frederike Brion verliebt. Nach dem Abschluss seines Jurastudiums, kehrte Goethe nach Frankfurt zurück und eröffnete eine eigene Kanzlei. Allerdings hielt er diese Tätigkeit nur vier Jahre durch, weil es ihn immer wieder zur Dichtung und zur Literatur hinzog.

1771 verfasste Johann Wolfgang Goethe das Werk „Götz von Berlichingen“, das als Gründungsdokument für den Sturm und Drang gilt. Dieses Buch faszinierte vor allem junge Poeten, die ebenso wie Goethe, Konventionen und Regeln in der Gesellschaft als Einengung empfanden. Aus ihrer Sicht führte das übertriebene Festhalten an alten Traditionen dazu, dass sich eine Gesellschaft nicht weiterentwickeln könne und damit den einzelnen erdrückte.

1772 lernte Goehte bei einem Praktikum am Reichskammergericht Charlotte Buff und Johann Christian Kestner kennen. Während er sich mit Kestner langsam anfreudete, verliebte er sich in dessen Frau Charlotte Hals über Kopf. Einmal mehr war der junge Goethe von der Reinheit der Liebe überwältigt. Allerdings war diese Liebe ähnlich unerreichbar die die vorherigen und der Dichter zog sich erneut in die Literatur zurück. Diese Geschichte war der Aufhänger für sein weltbekanntes Werk „Die Leiden des jungen Werther“, das er 1774 fertiggestellt und veröffetnlicht hat. Dieses Werk kann durchaus als sein persönlicher Durchbruch gesehen werden, denn danach war der junge Dichter Goethe in aller Munde. Die Menschen konnten sich so stark mit dem Werther identifizieren, dass viele sogar dessen Tod nachahmten und Selbstmord begangen. Man sprach von der „Wertherwelle“.

Goethe als Amtsträger

1776 trat Goethe dem obersten Regierungsgremium des Herzogs bei. Dieses trug den Namen „Conseil“ und wurde im Jahre 1815 zum Großherzöglichen Staatsministerium. Gleichzeitig mit dieser ernennung wurde er in den Adelsstand berufen.

1780 widmete sich Johann Wolfgang Goethe einem neuen Wissensgebiet. Er verfolgte interssante Phänomene aus der Naturwissenschaft. Hierzu veröffentlichte er auch ein Werk wenige Jahre später.

1782 wurde Goethe zum Finanzminister des Herzogs ernannt, denn er hatte einiges Geschick im Umgang mit Bilanzen bewiesen und sollte nun den Staatshaushalt konsolidieren. Hierzu wurde er auf den Themen Landwirtschaft und Weg-und Wasserbau federführend. Zur selben Zeit trat er der Kommission für Krieg und der Bergwerkskommission bei. Nachdem er diesen Tätigkeiten vier Jahre lang nachgegangen war, wurde er mit der Aufsicht über die Universität Jena betreut.

Goethe in Italien

Obwohl ihm einie ganze Universität in Jena unterstand, verließ Goethe kurz Zeit später Deutschland Richtung Italien und kam dort in die Stadt Rom. Von da reiste er weiter nach Neapel und kam über Sizilien zurück nach Rom.

Im Anschluss daran wurde Johann Wolfgang Goethe Zeuge der französischen Revolution und dem Aufstieg von Napoleon. Ein Jahr nach dem Sturm auf die Bastille reiste er ein weiteres Mal nach Italien und beschäftigte sich dort intensiv mit den Wirren der Revolution. 1791 war Goethe Leiter des freien Zeicheninstituts, Direktor des Hoftheaters und Mitglied verschiedener Kulturkommissionen.

Goethe tirfft auf Schiller

1794 traf Johann Wolfgang Goethe auf einen weiteren bekannten Dichter, Friedrich Schiller. 1797 erschien das Werk „Der Zauberlehrling“. Acht Jahre später verstarb Schiller.

Goethes Tod

1806 heiratete Goethe das erste und letzte Mal in seinem Leben. Er ehelichte Christiane Vulpius, die er Jahre vorher kennengelernt hatte. Im Jahre 1815 wurde Johann Wolfgang Goethe Staatsminister und Ressortleiter der „Anstalt für Wissenschaft und Kunst“ in Weimar und Jena. Ein Jahr später verstarb leider seine Ehefrau Vulpius. Weitere fünf Jahre später, lernte der 72 jährige Goethe die 17 jährige Ulrike von Levetzow kennen. Er verliebte sich kurze Zeit später in sie und wollte sie zur Frau nehmen. Allerdings wurde dies durch deren Mutter verhindert. 1825 begann Goethe mit den Arbeiten an „Faust 2“. Vier Jahre später, 1829, wurde Faust 1 das erste Mal in Braunschweig aufgeführt. Goethe selber war nicht dabei, da er das Stück für nicht bühnenreif hielt. Noch vor dem Vater, starb Goethes Sohn August. Dieser wurde 1830von seinem Vater zu Grabe getragen. Zwei Jahre danach musste dann auch der große Literat Johann Wolfgang Goethe das Leben verlassen und in die Welt der Toten übersegeln. Die Todesursache war das Katarrhfieber.

Goethe Denkmal in Luxembourg

Werke Allgemein

Achilleïs
Bassompierres Geschichte von der schönen Krämerin (Erzählung)
Belagerung von Mainz
Belagerung von Mainz (andere Quelle)
Claudine von Villa Bella
Clavigo
Das Märchen
Das Märchen (andere Quelle)
Der Mann von funfzig Jahren (Erzählung)
Der neue Paris
Der Prokurator (Erzählung)
Die Geschichte von Mignons Eltern (Erzählung)
Die Geschwister (Drama)
Die guten Weiber
Die Laune des Verliebten (Drama)
Die Mitschuldigen
Die Sängerin Antonelli
Die Wette
Die wunderlichen Nachbarskinder (Novelle)
Die pilgernde Törin (Erzählung)
Die gefährliche Wette (Erzählung)
Die Leiden des jungen Werther
Die neue Melusine (Erzählung)
Die Wahlverwandtschaften
Egmont
Eine Gespenstergeschichte
Faust. Eine Tragödie
Faust I
Faust II
Faust 1
Faust 2
Faust. Eine Tragödie
Faust. Ein Fragment
Urfaust
Ferdinands Schuld und Wandlung (Erzählung)
Götter, Helden und Wieland (Farce)
Götz von Berlichingen
Herrmann und Dorothea
Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Kampagne in Frankreich
Nicht zu weit (Erzählung)
Novelle
Novelle (andere Quelle)
Prometheus (Fragment)
Proserpina
Reineke Fuchs
Sankt Joseph der Zweite (Erzählung)
Sankt-Rochus-Fest zu Bingen
Satyros (Drama)
Stella (Schauspiel)
Torquato Tasso
Urfaust
Wer ist der Verräter? (Erzählung)
Wilhelm Meisters Lehrjahre
Wilhelm Meisters Wanderjahre
Unterhaltung deutscher Auswanderer

Unvollendete Dramen, Bruchstücke und Entwürfe

Belsazer
Tugendspiegel
Cäsar
Mahomet
Prometheus
Elpenor
Nausikaa
Falstaff
Mädchen von Oberkirch
Befreiung des Prometheus
Bruchstücke einer Tragödie
Löwenstuhl
Feradeddin und Kolaila
Schillers Totenfeier
Cantate
Roman in Briefen
Der Hausball
Söhne Megaprazons

Satirische Dramen

Anekdote zu den Freuden des jungen Werthers
Concerto dramatico
Der Triumph der Empfindsamkeit
Des Künstlers Vergötterung
Die Vögel
Ein Fastnachtsspiel
Götter, Helden und Wieland
Hanswursts Hochzeit oder Der Lauf der Welt
Künstlers Apotheose
Künstlers Erdewallen
Neueröffnetes moralisch-politisches Puppenspiel
Prolog zu den neusten Offenbarungen Gottes
Satyros oder Der vergötterte Waldteufel

Ästhetische und philosophische Schriften

Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil (1789)
Regeln für Schauspieler
Über epische und dramatische Dichtung (Schiller/Goethe)
Von deutscher Baukunst

Autobiographische Prosa

Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit.
Italienische Reise

Briefe

Aus einem Brief an Wilhelm von Humboldt (17. März 1832)
Briefverkehr zwischen Schiller und Goethe

Naturwissenschaft

Farbenlehre (1810)
Schriften zur Farbenlehre
Briefwechsel über den Regenbogen
Regenbogen
Über den Regenbogen
Schriften zur Wissenschaftslehre
Analyse und Synthese
Anschauende Urteilskraft
Bedenken und Ergebung
Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort
Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort
Beobachtung und Denken
Das Sehen in subjektiver Hinsicht
Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt
Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt
Die Natur
Erläuterung zu dem aphoristischen Aufsatz: Die Natur
Einwirkung der neuern Philosophie
Erfahrung und Wissenschaft
Erfahrung und Wissenschaft
Erfinden und Entdecken
Ernst Stiedenroth: Psychologie zur Erklärung der Seelenerscheinungen
Glückliches Ereignis
Meteore des literarischen Himmels
Naturwissenschaftlicher Entwicklungsgang
Physikalische Wirkungen
Polarität
Studie nach Spinzoa
Symbolik
Tonlehre
Vorschlag zur Güte
Zur Philosophie
Botanik
Aufsätze zur allgemeinen Botanik
Bildungstrieb
Problem und Erwiderung
Bildung und Umbildung organischer Naturen
Die Metamorphose der Pflanzen
Die Metamorphose der Pflanzen
Metamorphose der Pflanzen: Zweiter Versuch
Über die Spiraltendenz der Vegetation
Vergleichende Anatomie – Zoologie
Die Metamorphose der Insekten, besonders der Schmetterlinge, wie auch ihre übrigen Eigenschaften und Ökonomie betreffend
Erster Entwurf einer allgemeinen Einleitung in die vergleichende Anatomie, ausgehend von der Osteologie
Principes de philosophie zoologique. Discutés en mars 1830 au sein de l’Academie royale des sciences par Mr. Geoffroy de Saint-Hilaire. Paris 1830
Über den Zwischenkiefer des Menschen und der Tiere
Über den Zwischenkiefer
Versuch einer allgemeinen Vergleichungslehre
Versuch über die Gestalt der Tiere
Vorträge über die drei ersten Kapitel des Entwurfs einer allgemeinen Einleitung in die vergleichende Anatomie, ausgehend von der Osteologie
Zur Physiognomik
Eingang (Mensch und Tier)
Physiognomische Diagnosen (Rameau, Brutus, weitere)
Tierschädel
Von den oft nur scheinbaren Fehlschlüssen des Physiognomisten
Von der Physiognomik überhaupt
Geologie und Mineralogie
Über den Granit
Über den Granit
Schriften zur Meteorologie
Versuch einer Witterungslehre
Wolkengestalt nach Howard
Aphorismen und Fragmente
Allgemeines
Urphänomen

Gedichte (alphabetisch nach Titeln sortiert)

Gedichte im Projekt Gutenberg DE
Gedichte
Römische Elegien
Sonette
Goethes Gedichte bei Akao

Gedichtsammlungen

Gedichte (Ausgabe letzter Hand. 1827)
Zueignung
Lieder
Gesellige Lieder
Balladen
Römische Elegien (Elegien I)
Elegien II
Episteln
Epigramme. Venedig 1790
Weissagungen des Bakis
Vier Jahreszeiten
Sonette
Kantaten
Vermischte Gedichte
Aus Wilhelm Meister
Antiker Form sich nähernd
An Personen
Kunst
Parabolisch
Gott, Gemüt und Welt
Sprichwörtlich
Epigrammatisch
Lyrisches
Loge
Gott und Welt
Kunst
Epigrammatisch
Parabolisch
Aus fremden Sprachen
Zahme Xenien
Inschriften, Denk- und Sendeblätter
Gedichte. Nachlese
West-östlicher Divan
Erstdruck 1819

Das Goethe Denkmal in Luxembourg

Goethe Denkmal in Luxembourg

Auf den ersten Blick scheint Goethe nicht viel mit der Stadt Luxembourg zu tun zu haben. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Der berühmteste deutsche Dichter besuchte die großherzogliche Stadt zweimal und hielt sich beide Male einige Zeit in Luxembourg auf. Ihm zu Ehren wurde sogar ein Denkmal in dieser Stadt errichtet. Dieses kann man auch heute noch besuchen. Es trägt ebenso wie die Werke Goethes dazu bei, den Literat unsterblich werden zu lassen.

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