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Greenpeace kritisiert Fischerei-Pläne der Europäischen Union

50 Aktivisten von Greenpeace haben sich am Dienstag vor dem Fischerei-Ministerrat versammlt, um auf die Überfischung in den Weltmeeren aufmerksam zu machen. Grund für dieses Vorgehen sind die Pläne der Europäischen Union, eine gemeinsame Fischerei-Politik für den gesamten Raum der EU auszuarbeiten, ohne dabei auf die Arterhaltung der einzelnen Fischsorten einzugehen.

Am Dienstag haben sich 50 Aktivisten von Greepeace auf dem Kirchberg vor dem Fischerei-Ministerrat versammelt. Sie hatten sich, auffällig gekleidet und mit Plakaten ausgestattet, vor den Eingängen des Gebäudes versammelt. Auf diese Weise möchte Greenpeace auf die Überfischung der Weltmeere aufmerksam machem. Schon seit langem fischt der Menschen zu viele Fische aus den Ozeanen dieser Erde. Ganze Arten werden dabei ausgerottet, andere können ihre Populationszahlen nicht mehr halten. Aktuell arbeitet die Europäischen Union an einem gemeinsamen Konzept der Fischerei in Europa. Greenpeace befürchtet, dass die Beteiligten vergessen, dass die Fische geschützt werden müssen. Sie glauben an ein Fischerei-Konzept der Europäischen Union, das den Artenschutz der Fische außer Acht lässt.

“Die dänische EU-Präsidentschaft versucht die Leute zu überrumpeln und einen faulen Kompromiss durchzusetzen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen noch nicht abgeschlossen sind”, sagte Maurice Losch, der Verantwortliche für die Greenpeace-Initiative auf Anfrage von Radio DNR. Des Weiteren möchte Greenpeace erreichen, dass sich das Europäische Parlament mit diesem Thema beschäftigt, bevor eine endgültige Entscheidung gefällt werden kann.

Keine natürliche Regenerierung des Fischbestandes möglich

Greenpeace ist der Meinung, dass die Fischereiflotte in Europa viel zu groß geworden ist. Aus diesem Grund haben die Fische keine Möglichkeit mehr, ihre Populationen zu halten. Die Meere beherbergen lamgsam, aber sicher immer weniger Fischarten. Die Minister der Europäischen Union legen den Rahmen für weitere Regelungen, etwa wie groß die Fangflotte der einzelnen Länder sein darf. “Die gesamte europäische Fischereiflotte ist zu groß”, so Greenpeace. Eine starke Reduzierung der Flotte sei nötig, um eine natürliche Regenerierung der Fischbestände zu erlauben.

Auch wenn Luxemburg keine große Fischereination ist, so begrüßt man doch auf Seiten der Umweltorganisation, dass der Staat sich für eine Erhaltung der Meere und Ozeane einsetzt. “Die Aktion ist nicht gegen den Luxemburger Staat gerichtet, sondern gegen einen falschen und überhasteten Kompromiss des EU-Fischerei-Ministerrats”, betonte Maurice Losch.

 

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