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Gesetz zum Thema Schwangerschaftsabbruch in Luxemburg

In zwei Wochen soll das Parlament in Luxemburg über die Gesetzesvorlage zum Schwangerschaftsabbruch abstimmen. Vorab hat sich der Erzbischof von Luxemburg Jean-Claude Hollerich zu diesem Thema in einem offenen Brief geäußert.

Derzeit wird in Luxemburg heftig über das Thema Schwangerschaftsabbruch diskutiert, denn die Regierung hat zu diesem Themenkomplex eine neue Gesetzesvorlage ausgearbeitet. Das Parlament in Luxemburg soll in zwei Wochen Stellung zu diesem Entwurf nehmen. Wenn es nach der Regierung geht, dann wird das Parlament im Großherzogtum zu dem neuen Gesetz zustimmen. Einer der größten Diskussionspunkte die die Beratung, die schwangere Frauen auf sich nehmen müssen, wenn sie ihr Kind abtreiben möchten. Derzeit sind es zwei obligatorische Beratungstermine, die von den schwangeren Frauen eingehalten werden sollen. Dies wird sich auch in Zukunft in Luxemburg nicht ändern. Allerdings könnte es nach dem neuen Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch möglich sein, beide Termine an einem Ort wahrzunehmen. Dies würde die Prozedur deutlich erleichtern. Allerdings befürchten Experten, dass die Hemmschwelle zur Abtreibung bei Frauen dadurch niedriger werden könnte.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich äußert sich in einem Brief

Der Erzbischof von Luxemburg Jean-Claude Hollerich hat sich in dieser Woche in einem offenen Brief an seine Gemeinde gewandt und dort das neue Gesetz unter Beschuss genommen. Er warnte die Luxemburger Gesellschaft davor, das Thema Abtreibung zu einfach und leichtfertig zu machen. Eine hochwertige medizinische und sozial-psychologische Beratung könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass faktisch Leben getötet werde und die Frau in ihrer Entscheidung letztendlich allein bleibe, so der Erzbischof.

” Das Leben des Menschen ist Wunder und Geschenk zugleich. Es führt uns zurück an unseren Anfang. Jedem ist sein Leben geschenkt worden und keiner hat es sich selber erworben, verdient oder gar geschaffen. Unser Leben verdanken wir einer Mutter, einem Vater, und für den Gläubigen Gott selber.”

Mit diesen Worten beginnt der Hirtenbrief des Erzbischofs, in dem er den Schwangerschaftsabbruch thematisiert und alleine dieser Textausschnitt lässt erahnen, in welche Richtung der Erzbischof in Luxemburg argumentiert.

 

 

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