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Der Weg zum Führerschein

Wer mit 18 Jahren in ein Auto steigen und dieses dann im Straßenverkehr bewegen möchte, der braucht bekanntlich den Führerschein. Dieser ist immer bei sich zu führen, damit Polizeibeamte in einer Kontrolle den Fahrer überprüfen können. Aber der Weg zum Führerschein wird immer erschwerlicher. Auf der einen Seite müssen die jungen Fahranwärter immer längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Auf der anderen Seite können sich viele Menschen den Führerschein nur mit Mühe leisten, denn dieser wird immer teurer. Während Großeltern und Eltern immer noch vom Führerschein für maximal 300 Euro ( Währung schon umgerechnet) schwärmen, müssen die jungen Erwachsenen heute schon deutlich tiefer in die Tasche greifen. Über 1000 Euro sind in der Regel immer weg. Nicht selten nähern sich die Fahrschüler der 2000 Euro Grenze an. Neben diesen beiden Punkten gibt es aber auch eine gute Nachricht. Der Schwierigkeitsgrad der Theorie-Prüfung scheint ein wenig nachgelassen zu haben, denn die Anzahl an erfolgreichen Teilnehmern wird immer größer.
Bevor man diese ablegen kann, muss man 12 Theoriestunden belegt haben. Nach 16 Fahrstunden ist man dann auch zur praktischen Prüfung zugelassen. Die Vereinfachung der Theorieprüfung hat indirekt mit den längeren Wartezeiten für Fahrschüler zu tun. So vermuten zumindest die Experten.

 

Reform der Theorieprüfung

In der Vergangenheit war es so gewesen, dass manche Fragen in der Prüfung mit mehreren richtigen Antworten belegt waren. Dies führte dazu, dass der Prüfling genau auf die Wortstellung achten musste. Außerdem musste er immer alle richtigen Antworten finden. War dies nicht der Fall, galt die Frage als falsch beantwortet. Dies führte vermutlich dazu, dass 50 Prozent der angetretenden Fahrschüler durchfielen. Mit der Reform der Prüfung, die dazu führte, dass jede Frage nur noch eine richtige Antwort hatte, wurde die Durchfallquote auf 11 Prozent gesenkt. Hier liegt aber das Problem für die reinen Fahrstunden. Plötzlich ist der Ansturm auf den praktischen Ausbildungsteil des Führerscheins viel höher. Die Hürde, die sich in der Theorieprüfung manifestierte, gibt es nicht mehr.
Aus diesem Grund kann man auch davon ausgehen, dass die Wartezeiten spätestens im nächsten Jahr wieder regulärer sein werden. Die Zahl der Anwärter ist nicht gestiegen. Für die Fahrschulen macht es keinen Sinn, neue Fahrlehrer einzustellen. Vielmehr wartet man ab bis sich die neue Theorieprüfung engependelt hat. Im nächsten Jahr schon sehen sich die Fahrschulen in der Lage, ihren Fahrschülern angemessene Wartezeiten zu präsentieren. Bis dahin kann diesen nur geraten werden: Geduld haben und Augen auf im Straßenverkehr!

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