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You Are Here: Home » European Union, History of EU » Die Geschichte der Europäischen Union

1951 Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS):

Die Europäische FahneDas Bild, das sich in Europa nach dem 2.Weltkrieg darstellte, war erschütternd. Nach dem dunklen Zeitalter des Nationalsozialismus, waren viele Städte in den meisten europäischen Ländern zerstört und die Menschen litten vielerorts Leid und Hunger. Zudem waren die Beziehungen unter den Ländern von Misstrauen bestimmt. Eine besondere Feindschaft hatte sich zwischen Frankreich und Deutschland gebildet. Umso überraschender war der Vorstoß des französischen Außenministers Robert Schumann, der eine gemeinsame Politik im Montanbereich (Kohle, Stahl, Eisen) anstrebte. Diese Produkte waren wegen des überall stattfindenden Aufbaus besonders wichtig. In Paris gründeten sechs verschiedene Staaten die EGKS, die als einer der Vorläufer der Europäischen Union gesehen werden kann. Neben Deutschland und Frankreich, sind auch Luxemburg, Italien, Belgien und die Niederlande Gründungsmitglieder. Es bleibt also festzuhalten, dass das politische Bündnis der Europäischen Union auf einem reinen Wirtschaftsbündnis basiert.

1957 Gründung der EWG und der EURATOM:

Die sechs Staaten, die die EGKS gegründet hatten, verfeinerten das Gebilde durch die römischen Verträge, die die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft besiegelten.

 

1962 Gemeinsame Agrarpolitik:

Im Ministerrat werden die Leitlinien zu einer gemeinsamen Agrarpolitik festgelegt.

 

1968 Vollendung der Zollunion

Um einen zollfreien Import und Export von Handelsgütern zu ermöglichen, beschließt die Europäische Wirtschaftgemeinschaft die Zollunion, die ein wichtiger Schritt zum späteren Schengener Abkommen war.

 

1970 Weitere Politikfelder:

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, die ein Vorgänger der Europäischen Union ist, beschließt auch auf anderen Politikgebieten zusammenzuarbeiten. In den siebziger Jahren erkannte man allmählich die Bedeutung von Energie und Umweltpolitik. Beides Aufgabenbereiche, die eine Nation alleine nicht bewältigen kann. Eine internationale Lösung ist auf diesen Gebieten notwendig.

 

1973 Weitere Beitritte:

Die wachsende Verflechtung zwischen den Gründungsmitgliedern blieb natürlich auch den anderen europäischen Staaten nicht verborgen. Einige erkannten das Potenzial dieses Projektes und entschlossen sich zum Beitritt zur späteren Europäischen Union. So traten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland 1973 bei.

 

1979 Erste Direktwahl:

Die erste Direktwahl des europäischen Parlaments 1979 war ein erster wichtiger Schritt, um das Demokratiedefizit der Europäischen Union auszugleichen. Bis her hatten die europäischen Bürger wenige Möglichkeiten, die Politik auf Europas Bühne zu beeinflussen. Nun wurden diese Möglichkeiten um eine Wahl erweitert. Dies war auch aus Gründen der Legitimation des politischen Handelns wichtig, damit die Europäische Union das Prinzip von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie fördern kann.

 

1981 Griechenland:

Griechenland tritt dem Staatenbündnis bei und ist damit das zehnte Mitglied.

 

1986 Süderweiterung/EEA:

Im Jahre 1986 findet die Süderweiterung der Europäischen Union statt. Mit den Ländern Spanien und Portugal tritt der Süden Europas dem Staatenbund bei. Außerdem wird im gleichen beschlossen, dass die Gründungsverträge nun für zwölf Staaten verändert werden müssen. Die Einheitliche Europäische Akte wird veröffentlicht.

 

1990 Wiedervereinigung:

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands, treten fünf neue Bundesländer der Europäischen Union bei.

 

1992 Maastrichter Vertrag- Gründung der Europäischen Union:

Der Maastrichter Vertrag ist die Geburtsstunde der Europäischen Union. Die Staaten unterschreiben den Vertrag, der die Europäische Gemeinschaft in Europäische Union umbenennt. Der Begriff Union soll als Wegweiser für die Zukunft dienen. Nun ist man endgültig entschlossen, einen politischen Bund zu schaffen. Somit werden weitere Politikbereiche Teil der europäischen Bühne. Diese kann nun auch beispielsweise über Bildung und Kultur mitbestimmen. Ebenso rücken die Themen Justiz und Sicherheit in den Vordergrund. Hier erhofft man sich eine stärkere Zusammenarbeit, um das organisierte Verbrechen besser bekämpfen zu können.

 

1993 Binnenmarkt:

Der Europäische Binnenmarkt ist endgültig verwirklicht. Damit kann das Kapital frei durch die europäischen Länder fließen. Außerdem können Arbeitskräfte sich überall niederlassen und dort in ein Angestelltenverhältnis eintreten.

 

1995 Beitritt:

In diesem Jahr treten mit Österreich, Finnland und Schweden gleich drei neue Länder der Europäischen Union bei. Damit erhöht sich die Anzahl der Mitglieder auf 15. Im selben Jahr wird die Einführung des Euros beschlossen, die 1999 erfolgen soll. Hiervon erhofft man sich eine Stabilisierung der Wirtschaftsräume und eine starke Währung gegenüber Dollar und Pfund.

 

1997 Amsterdamer Vertrag:

Dieser Vertrag regelt die Kompetenzen des Parlaments. Wie eben schon einmal angedeutet, ist die Legitimation des politischen Handelns ganz wichtig. Das Europäische Parlament bekam mit dem Amsterdamer Vertrag mehr Mitspracherecht eingeräumt. Ein weiterer Schritt, um das Demokratiedefizit zu vermindern.

 

2002 Euroeinführung in die Europäische Union:

Der Euro wird als gemeinsame Währung eingeführt. Allerdings haben längst nicht alle Länder diese Währung. Einige möchten Sie nicht, andere erfüllen  nicht die notwendigen Kriterien. Jedes Land muss eine stabile Wirtschaft aufweisen können, denn ansonsten könnte dieses Land den gesamten Eurobereich mit in den Untergang ziehen, wenn es zu Komplikationen kommt. Dieses Beispiel erleben wir im Moment mit Griechenland, Irland und Portugal.

 

2004 Größte Erweiterung der Europäischen Union:

In diesem Jahr werden zehn neue Staaten aufgenommen. Diese sind Malta, Zypern, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Lettland, Litauen und Estland. Im Großen und Ganzen kann man von einer Osterweiterung sprechen. Allerdings gab es auch kritische Stimmen, die die meisten Länder für wirtschaftlich zu schwach hielten, um in der Europäischen Union zu bestehen.

2007 Bulgarien, Rumänien und Türkei:

2007 nahm man Bulgarien und Rumänien in die Europäische Union auf. Die Türkei wurde auf eine Art Warteliste gesetzt. Damit verbunden waren eine Menge Auflagen, die erfüllt werden müssen, um der EU beitreten zu können. Der Beitritt der Türkei ist ein kontrovers diskutiertes Thema, da die Meinung zur arabischen Kultur auseinandergeht.

 

2007 Vertrag von Lissabon:

Dieser Vertrag brachte viele Veränderungen mit sich, die vor allem von institutioneller Natur waren. Die Europäische Union, die als Projekt von sechs Staaten startete, hatte mittlerweil 27 Mitglieder und musste damit in Verfahrensfragen und Handlungsabläufen dramatisch optimiert werden. Diesen neuen Anforderungen versuchte man mit dem Lissaboner Vertrag gerecht zu werden.

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