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Dexia Bank braucht Milliarden

Die französisch-belgische Großbank Dexia braucht nach eigenen Angaben frisches Kapital, damit die Verluste, die unter anderem im ersten Halbjahr verzeichnet wurden, ausgeglichen werden können. Nach ersten Schätzungen wird die Dexia Bank wohl zwischen fünf und 15 Milliarden Euro benötigen. Frankreich und Belgien werden diese Last alleine stemmen müssen.

Die schlechten Nachrichten der Großbank Dexia reißen nicht ab. Der Geschäftsführer der französisch-belgischen Bank gab an diesem Freitag bekannt, dass man wohl auf staatliche Finanzspritzen angewiesen sein wird. Er spach von fünf bis 15 Milliarden Euro, die bei Dexia zur Stabilisierung der Finanzkraft benötigt werden könnten. Der Geschäftsführer der Bank, Karel De Boeck, erklärte in den belgischen Zeitungen „l’Echo“ und „De Tijd“, die Dexia benötige eine erneute Kapitalspritze. Außerdem bestätigte De Boeck, dass die Dexia Bank im ersten Semester 1,2 Milliarden Euro verloren hat. Noch ist über die Finanzspritze, die von Belgien und Frankreich erbracht werden muss, nicht entschieden worden. Weder die Höhe, noch die Zahlungsweise ist ungeklärt. Derzeit ist nicht sicher, ob das Geld in einem Zug an die Dexia oder in Etappen bezahlt werden soll.

Zerschlagung der Dexia Bankengruppe

Im letzten Jahr begann die Zerschlagung der Dexia Bankengruppe. Erst am Freitag wurde der Verkauf der Dexia-BIL für 730 Millionen Euro an eine katarische Investment-Gesellschaft abgeschlossen. Letzte Woche wurde auch der Verkauf der türkischen Denizbank, für 3 Milliarden Euro, an die russische Sberbank finalisiert.

Außerdem werden die internen Strukturen der Bank rationalisiert. So wurden alleine in Frankreich über 300 Stellen ersatzlos gestrichen. Derzeit sind noch ungefähr 800 Arbeitsplätze bei der Dexia Bank erhalten. Gleichzeitig bürgen die drei Staaten Luxemburg, Frankreich und Belgien für die Bank. Insgesamt wurden Bürgschaften über 60 Milliarden Euro abgeschlossen. Luxemburg hält drei Prozent dieser Lasten.

 

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