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Es besteht kein Zweifel, dass Luxemburg enorme Mengen an Mühe und Geld investiert, das

Image vom Land attraktiver zu gestalten was Private-Investitionen angeht, um die Finanzierung und

Gründung von neuen Start-Ups zu fördern. Die Zahl der Messen, Seminare, Presse-Berichte und

gezielte Werbung ist weiter am zunehmen.

Aber wie sieht es in Wirklichkeit hinter den Kulissen aus ?

Ein Beispiel bietet hier die Geschichte von BPM, die die letzten Tage stark mediatisiert wurde.

Mit BPM-Lux, eine Dienstleistung der RT-Log SA, können Kunden in 6 Ländern online einkaufen,

bevor sie ihre Sendungen 24/7 an einer Paketstation abholen können, die gezielt für diesen Service

entwickelt wurden: die BPM Parcel-Station.

Die BPM Parcel-Station war 2011 früh auf dem Markt; es gab bis dato in Luxemburg noch nichts

Vergleichbares. Dennoch wurde das Konzept von Anfang an zur Erfolgsstory, mit mehreren hundert

Anmeldungen in den ersten Tagen. Auch waren die ersten 5 Paketabholstellen, im ganzen

Land vor den Cactus Supermärkten und den Shoppi Tankstellen verteilt, schnell überlastet.

BPM und POST - David gegen Goliath

BPM und POST – David gegen Goliath

Cactus war auch durch diese positive Marktreaktion beeindruckt, und beide Unternehmen planen

neue Standorte für die Installation von weiteren Maschinen.

In den darauf folgenden Jahren kennt BPM ein stabiles Wachstum, sowohl was Kundenzahlen, aber auch was den Liefervolumen angeht.

Auszeichnungen für innvoatives Konzept

BPM wird mit einer ganzen Reihe Auszeichnungen und Labels belohnt, für die Qualität und

Innovation ihrer Dienstleistungen. Dann kommt 2013.

2013 nimmt P&T Luxembourg eine neue Strategie in Angriff, bei der die Marke sowie alle

Dienstleistungen der Gruppe unter einem neuen Namen konsolidiert werden: POST. Mit einem

defizitären Budget und stark vom luxemburger Staat subventioniert sucht POST jetzt nach neuen

Einnahmequellen.

POST zieht nach – David gegen Goliath

Einer der ersten Schritte ist die Einführung von eigenen Paketstationen: PackUp 24/24 Maschinen.

Diese sind in Form und Funktion identisch zu den Maschinen von BPM. Im Laufe vom selben Jahr

kopiert POST auch BPM’s Cross-Border- Shopping Konzept, mit PackUp Import, erst mit einer

Empfangsadresse in Deutschland, kurz gefolgt von einer zweiten Adresse in Frankreich.

 

Die POST Gruppe, die immer noch vom Staat subventioniert wird, bietet PackUp Import zu einem

Preis an, mit dem Privatunternehmen unmöglich konkurrieren können.

BPM versucht durch attraktive

Dienstleistungen sowie Kundennähe und Flexibilität wettbewerbsfähig zu bleiben. Die nächsten 2-3

Jahre sind schwierig für das Unternehmen aus Munsbach, aber das Team lässt sich nicht unterkriegen

und bleibt optimistisch.

Leider reicht diese Situation POST nicht, also hört die Geschichte hier noch nicht auf.

Wie andere Medien bereits berichtet haben, sind POST Luxemburg und Cactus eine enge

Kooperation eingegangen. POST Luxemburg setzte ein Exklusivvertrag mit Cactus durch, inklusive für

die Shoppi Tankstellen. Das heißt, dass 16 BPM Parcel-Stations verlegt werden müssen. Diese werden

dann durch PackUp 24/24 Maschinen ersetzt!

Ziel von POST ist es, den 24/7 Paket Pick-Up Markt zu monopolisieren und die besten Standorte in

Luxemburg zu blockieren. Die Schließung von 32 Post-Filialen sowie die Kooperation mit der

Raiffeisen Bank sind Teil dieser Strategie.

Weiter unten befindet sich ein Link zum Artikel, der über die Kooperation zwischen POST Luxemburg

und Cactus berichtet, sowie ein Auszug aus einem Videoclip über die Roadmap der POST.

Dieser Inhalt wurde am 13.11.13 auf RTL Kapital Magazin ausgestrahlt, zusammen mit Interviews von

BPM und DHL.

Das Ende der Geschichte ist noch nicht geschrieben…

BPM hat sich immer als neutrale Lösung vorgestellt, dadurch dass das Unternehmen Sendungen von

allen Post- und Transportfirmen entgegengenommen hat. Genauso hat BPM für Sendungen von

Luxemburg ins Ausland alle Versandfirmen neutral angeboten. Leider hat POST mit einer Attacke auf

diese Neutralität geantwortet und versucht jetzt BPM vom lokalen Markt zu verdrängen, was wenig

Sinn macht wenn man bedenkt, wie viel Werbung der Staat betreibt um private Investitionen in

Luxemburg zu generieren.

Die Frage ist: Warum unternimmt die Europäische Kommission nichts gegen die Monopol-Pläne von POST?

Videoclip: Das Konzept und die Dienstleistungen von BPM und anderen kleineren

Gesellschaften in Luxemburg werden von der POST kopiert. Dieser Inhalt wurde am 13.11.13 auf RTL Kapital

Magazin ausgestrahlt, zusammen mit Interviews von BPM und DHL:

 

 

Bildquelle: bigstock-ID-54892511-by-tkacchuk

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