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Atomkraftwerk Cattenom: Übungen für den Notfall

Im Atomkraftwerk Cattenom gibt es immer wieder Stör- und Zwischenfälle. Aus diesem Grund wird man ab dem Jahr 2013 damit beginnen, Übungen für einen eventualen Notfall durchzuführen. In einem solchen Notfall wäre die komplette Großregion betroffen. Demnach beschäftigen sich auch die Behörden in Luxembourg mit einem Notfall in dem Atomkraftwerk Cattenom.

Seit Jahren steht das Atomkraftwerk Cattenom in der Kritik der regionalen Presse. Immer wieder werden die Menschen Zeugen von Stör- und Zwischenfällen in dem Kernkraftwerk. Selten können alle vier Reaktoren voll zum Einsatz kommen und den notwendigen Strom produzieren. Aufgrund all dieser Zwischenfälle im Atomkraftwerk Cattenom hat man sich nun entschlossen, für den Notfall Übungen durchzuführen. Da ein Notfall in Cattenom die gesamte Großregion betreffen würde, beteiligen sich an diesen Übungen neben Frankreich auch Belgien, Luxembourg, das Saarland und Rheinland-Pfalz. Ziel der Übungen wird es sein, dass man die Zusammenarbeit und Koordination unter den verschiedenen Behörden effizienter gestaltet. Hinzu kommt, dass die Notfall- und Katastrophenschutzübungen ausgebaut und verbessert werden sollen. Bei dem grenzüberschreitenden Projekt mit der Bezeichnung „Exercices nucléaires 3 en 1“, handelt es sich um eine Serie von drei aufeinander aufbauenden Stabsrahmenübungen.
Neben diesen Übungen sollen sich auch die Medien in ihrer Berichterstattung in Zukunft besser abstimmen, damit die Öffentlichkeit voll über die Vorkommnisse im Atomkraftwerk Cattenom informiert wird.

Zunächst das Saarland, dann Luxembourg

Die unterschiedlichen Übungen, die durchgeführt werden, stehen immer unter dem Kommando einer anderen Behörde. Zunächst wird das Saarland den Anfang machen und die Übungen koordinieren. Schwerpunkte sind die Aktivierung und das Zusammenwirken der Krisenstäbe. Die zweite Übung wird von Luxemburg organisiert und soll im Dezember stattfinden. Luxemburg setzt den Akzent auf Notfallschutz- und Evakuierungsmaßnahmen. Gerade diese sind bei einem Notfall in Cattenom sehr wichtig.

Die dritte Übungseinheit wird von den Franzosen organisiert. Diese wird erst im kommenden Frühjahr 2013 stattfinden können. In dieser dritten Übungsreihe steht die Langzeitphase nach der Katastrophe im Mittelpunkt. Dabei geht es um den Übergang von Notfallschutzmaßnahmen zur langfristigen Strahlenschutznachsorge.

Die betroffenen Behörden in Luxembourg

Sollte es in dem Atomkraftwerk Cattenom zu einem Notfall kommen, dann muss das Land Luxembourg schnell reagieren. Aus diesem Grund sind folgende Behörden bei den Übungen dabei:
• Strahlenschutzabteilung
• Gesundheitsministerium
• Verwaltung der Rettungsdienste
• Hohes Kommissariat für nationale Sicherheit
• Innenministerium
• Presse und Informationsdienst der luxemburger Regierung
• Polizei und Armee.

 

 

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