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AKW Cattenom: EDF will Sicherheit deutlich verbessern

EDF möchte die Sicherheitsstandards in dem französischen Atomkraftwerk Cattenom in den kommenden Jahren deutlich verbessern. Diese wurde in dieser Woche auf einer Pressekonferenz durch Guy Catrix, neuer Direktor des Atomkraftwerks Cattenom, verkündet. Zuletzt war das AKW durch einen sehr schlechten Stresstest der Europäischen Union aufgefallen.

Das AKW Cattenom sorgt regelmäßig für Unruhe in der Großregion Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Immer mehr Menschen fordern die Abschaltung des Atomkraftwerks. Bis jetzt hat die Regierung in Frankreich noch nicht auf diese Forderungen, die unter anderem durch zahlreiche Demonstrationen unterstrichen wurden, reagiert. Nun gab EDF, Betreiber des Atomkraftwerks Cattenom, in dieser Woche bekannt, dass die Sicherheitsmaßnahmen in dem AKW in den nächsten Jahren deutlich verbessert werden sollen. Dies scheint die erste Reaktion auf den Stresstest der Europäischen Union zu sein, der in Cattenom sehr schlecht ausgefallen ist. Auf einer Pressekonferenz in dieser Woche gab Guy Catrix, neuer Direktor in Cattenom, bekannt, dass er die Sicherheitsmaßnahmen der EDF-Atomzentrale deutlich ausbauen möchte. Er präsentierte einen Mehrjahresplan, mit dem der Betreiber die Sicherheit im Atomkraftwerk verbessern möchte. Mit diesen Arbeiten sollen die Robustheit der gesamten Einrichtungen bei Erdbeben oder Überschwemmungen und gleichzeitigem Ausfall der Kühlungsquellen sowie die Sicherheitsmargen erhöht werden.

Diesel-Generatoren in Cattenom ab 2014?

Bereits im Jahr 2014 könnten neue Diesel-Generatoren in Cattenom installiert werden, die im Falle eines Stromausfalls, das AKW mit Notfallstrom verorgen können. Außerdem soll das Kühlsystem durch eine neue Kühlquelle verbessert werden. Eine autonome Pumpe soll das Grundwasser anzapfen und dieses zum Kühlen in Cattenom bereitstellen. Des Weiteren plant EDF ein neues Krisenzentrum zu bauen. is 2020 will EDF 70 Millionen Euro in die Renovierung der Gebäude investieren. 2013 sollen drei der vier Reaktoren für Wartungsarbeiten zeitweilig abgeschaltet werden.

Sollte Catrix den Plan wirklich in diesem Umfang umsetzen, wird das AKW Cattenom sicherlich um einiges sicherer werden. Eines steht dann aber auch fest: Frankreich wird sich nicht so schnell vom Atomstrom verabschieden. Die Energiewende, die in Deutschland sehr überstürzt derzeit stattfindet, wird wohl nicht europaweit fortgesetzt werden.

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